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Richtplan in Kürze

Die Schweizerinnen und Schweizer wünschen sich einen sorgfältigeren Umgang mit der Natur und dem Kulturland. Darum haben sie im Jahr 2013 in einer Volksabstimmung dem neuen Raumplanungsgesetz mit grosser Mehrheit zugestimmt. Auch die St.Gallerinnen und St.Galler haben zum neuen Raumplanungsgesetz deutlich Ja gesagt.

Ziel des neuen Raumplanungsgesetzes ist die Förderung einer kompakteren Siedlungsentwicklung. Der Kanton St.Gallen soll künftig intelligenter wachsen als bisher. So wird die Zersiedelung in der Schweiz effektiv gebremst, die Natur geschützt – und die hohe Lebensqualität erhalten.

Die Umsetzung des neuen Raumplanungsgesetzes ist Sache der Kantone. Darum muss der Kanton St.Gallen jetzt seinen Richtplan überarbeiten. Verantwortlich dafür ist das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) des kantonalen Baudepartements. Der Kanton St.Gallen hat für die Überarbeitung des Richtplanes fünf Jahre Zeit. Geplant ist, dass der Bundesrat den neuen kantonalen Richtplan im Frühling 2017 genehmigt.

In vielen Kantonen und Gemeinden sind die Bauzonen zu gross. Auch im Kanton St.Gallen. Es wird darum viel am Ortsrand auf der grünen Wiese gebaut. Das steigert die Zersiedelung, zerstört wertvolles Kulturland, führt zu viel Verkehr und schadet der vielfältigen Natur. Ziel ist es deshalb, mit dem neuen Richtplan dieser schädlichen Entwicklung Einhalt zu gebieten. Die einmalige Landschaft des Kantons soll geschont und schützenswerte Lebensräume erhalten werden. Im Fokus steht das qualitative anstatt quantitative Wachstum.

Der Richtplan will dazu die Siedlungsentwicklung nach innen lenken. Es soll vermehrt innerhalb des bestehenden Siedlungsgebietes gebaut werden. Es gilt den vorhandenen Platz besser auszunutzen. Im Kanton St.Gallen besteht dazu noch viel Potential. Sei es durch die Nutzung von unbebauten Baulandes, durch Umnutzungen bestehender Gebäude, der Entwicklung von Brachen oder Ersatzneubauten.

Der neue Richtplan wird auch Siedlung und Verkehr besser aufeinander abstimmen. In den letzten Jahren haben die Wege zwischen Wohnen, Arbeiten und Freizeit ständig zugenommen, was zu Mehrverkehr und stärkerer Umweltbelastung geführt hat. Der Richtplan legt deshalb Wert darauf, dass die Wohn- und Arbeitsgebiete sinnvoll an das Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen sind.

Der Richtplan ist das kantonale Instrument, um die räumliche Entwicklung des Kantons zu steuern. Er regelt und koordiniert die grundlegenden Leitlinien für eine sinnvolle und nachhaltige Entwicklung des Kantons. Damit ist der Richtplan Garant, dass der Kanton allen St.Gallerinnen und St.Gallern auch in Zukunft eine hohe Lebensqualität bietet.

Er bestimmt das Siedlungsgebiet und koordiniert die Erschliessung. Der Richtplan regelt zum Beispiel, wo in einer Gemeinde gebaut werden darf und wo nicht. Oder welche Flächen geschützt werden müssen. Oder wo eine neue Umfahrungsstrasse gebaut werden kann. Aber auch welche Kapazität die neue Strasse haben soll. Oder welche Flächen für eine erfolgreiche Entwicklung der Wirtschaft reserviert werden müssen.

Der Richtplan ist ein sogenanntes behördenverbindliches Instrument. Er gilt also für alle kantonalen Stellen, Regionen, Gemeinden und den Bund. Für Grund- und Hauseigentümer selber bildet der Richtplan keine gesetzliche Grundlage. Sie wird durch das Baugesetz und die kommunale Nutzungsplanung gebildet.

Die Gesamtüberarbeitung des Richtplanes bringt für die Bevölkerung des Kantons viele positive Aspekte mit sich. Die vielfältige Natur und das wertvolle Kulturland werden bewahrt. Die Zersiedelung wird gebremst. Damit profitieren auch künftige Generation von einer intakten Landschaft und einer hohen Lebensqualität sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Siedlungen.

Auch Wirtschaft und Gewerbe im Kanton St.Gallen profitieren von der Gesamtüberarbeitung des Richtplanes. Ihren Bedürfnissen wird viel Raum eingeräumt. Der Richtplan ermöglicht nachhaltiges Wachstum, indem er Infrastruktur, Gewerbe- und Industriegebiete sinnvoll und aufeinander abgestimmt entwickelt. Damit werden die Arbeitsplätze im Kanton geschützt – und die Ansiedlung neuer Arbeitsplätze ermöglicht und regional koordiniert.

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Mitwirkung

Die öffentliche Vernehmlassung dauerte vom 18. März bis 30. Juni 2016. Die eingegangen Stellungnahmen werden in einem Bericht aufgearbeitet, der von der Regierung verabschiedet wird. Der Vernehmlassungsbericht ist erhältlich, nachdem die Regierung die Gesamtüberarbeitung Richtplan, Teil Siedlung erlassen hat.

«Die St.Gallerinnen und St.Galler wünschen sich einen sorgsameren Umgang mit ihrem Kulturland.»

Agenda

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